DUDI Cup 2020 – Team Strasmann/Wieczorek auf großer Fahrt

Der DUDI Cup ist ein Wettbewerb der Bundeskommission Ballon und dem DFSV. Der Wettbewerb dauert vom 15. Juli 2020 bis zum 28. Februar 2021 und ermittelt einen Sieger aus einer Kombinationswertung. Der Start für die Fahrten muss hierfür in Deutschland erfolgen.

Die Piloten müssen in zwei Wertungskategorien (Dauerfahrt und Weitfahrt) eine möglichst gute Kombination erfahren. Die jeweils beste Fahrt in der Wertungskategorie erhält 10.000 Punkte und die Fahrten der anderen Piloten erhalten prozentualen Abzug. Soweit zu den nackten Fakten dieses Dezentralen Wettbewerbes.

Die Entscheidung am Samstag in Stuttgart am Startplatz der BSG Stuttgart zu starten war schnell getroffen, da Benedikt Munz ebenso vor hatte am DUDI Cup teilzunehmen. Auch waren die Windbedingungen für eine Zeitfahrt deutlich besser im Süden als bei uns was auch Freude bei meinem Co Piloten Moritz Wieczorek auslöste der am Chiemsee wohnt.

Das Team war schnell zusammen getrommelt und fand sich pünktlich zum Start ein. Ziel waren 10h mit dem Blaser Ultralight Ballon zu fahren. Die Bedingungen waren keineswegs einfach um diese Zeit hinzubekommen. Es war einfach viel zu warm. Was es aber für die Fahrt angenehmer für die Piloten macht.

Somit fing das rechnen an und die Frage was können wir maximal mitnehmen um nicht den Stoff zu sehr zu strapazieren.

Unsere Beladung sah wie folgt aus:
– 418 kg Flaschen = 488 Liter Propangas (6 V70, 2M30, 1Worthington)
– 92kg Ballonhülle (Ultramagic M-120)
– 40 kg Ballonkorb (Ultramagic Tekno Korb)
– 13kg Brenner (Ultramagic PowerPlus)
– 18kg Ausrüstung (Verpflegung + Technik)
– 200kg Piloten (beide sicherlich zu Optimieren)

Insgesamt hatten wir also 781 kg Gesamtmasse. Rein rechnerisch ergibt das bei dem vorherrschenden Druck, Temperatur, Startplatzhöhe  etc. beim Start ca. 80°C Hüllentemperatur die wir keinesfalls übersteigen wollten. Eine höhere Innentemperatur belastet der Faden des Ultralight Stoffs. Ein Leichtballon lebt davon, möglichst mit tiefer Temperatur gefahren zu werden, was er nur kann wenn die Gesamtmasse auch so klein wie möglich ist. Natürlich ist bei den beiden Piloten auch noch Optimierung Potential vorhanden hier positiv Einfluss zu nehmen 😉

Mit abnehmender Masse sollte sich also während der Fahrt die Temperatur unter 70°C einpendeln bzw. im letzten drittel unter 60°C fallen. Dies hat sich auch fast genauso ergeben, nur leider waren die Tagestemperaturen mit 18°C deutlich zu hoch. Der erhöhter Verbrauch war deutlich zu spüren. Der Durchschnittsverbrauch lag am Ende bei 0,8l/min was für die Rahmenbedingungen dann doch ein sehr guter Wert auf den Hinblick, dass mit der passenden Temperatur auch in die Richtung 0,5l/min kommen können.

Wir werden also das Wetter im Auge behalten und die Fahrt bei besseren Bedingungen wiederholen um 10h und vielleicht etwas mehr zu fahren. Zweites Augenmerk ist jetzt auf eine möglichst schnelle Fahrt um Strecke zu fahren. Hier führt im DUDI Cup Willi Eimers derzeit mit 205 km die es zu überbieten gilt.